Die Deutsche Zeichensprache
Die deutsche Zeichensprache oder Gebärdensprache ist die Zeichensprache von der Taubgesellschaft in Deutschland. Es wird meistens als DGS abgekürzt. Wieviele Leute DGS als Hauptsprache gebrauchen, ist z.Z. unklar. Die Universität Gallaudet schätzte, daß in 1986 50.000 Menschen DGS sprachen. Die Sprache wurde nicht erfunden. Sie entwickelte sie auf natürlicher Weise durch mehrere Jahrhunderten.
Deutschland hat eine starke Oralismustradition und hat aus historischer Sicht eine Unterdrückung der Zeichensprache erlebt. Die rechtliche Anerkennung DGS erfolgte erst in Mai 2002 mit dem Behindertengleichstellungsgesetz, was bedeutet, daß Gehörlose nun ein Recht auf Dolmetschen haben.
Deutsch und die Deutsche Gebärdensprache
DGS ist nicht mit dem gesprochenen Deutsch zu verbinden. Es ist eine eigenständige Sprache, deren Grammatik von derjenigen der deutschen Lautsprache verschieden ist. Es gibt auch ein eigenes System "Lautsprachbegleitende(r) Gebärden" (LBG), auch "gebärdetes Deutsch" genannt, das ganz der Grammatik der deutschen Sprache folgt, von vielen DGS-Benutzern aber als "falsch" empfunden wird - man stelle sich vor, deutsche Wörter plötzlich im englischen Satzbau zu verwenden. Ein anderes Manualsystem auf Deutsch ist das sogenannte "Phonembestimmes Manualsystem" (Phonemic Manual System). Ähnliche Systeme für die Englische Sprache sind als Manually Coded English bekannt.





